Bieling, Tom2019-09-052019-09-052019https://dl.gi.de/handle/20.500.12116/25263Als gestaltende und intervenierende Disziplinen sind Technik und Design grundlegend an der Verbreitung und Verfestigung von Normalitätskonstrukten beteiligt. Sei es in Form von medial inszenierten und popularisierten Schönheits- und Nutzeridealen oder anhand der Schaffung von mehrheitsorientierten und somit trotzdem (oder gerade deshalb) exkludierenden Produktwelten. Es besteht somit ein enger Zusammenhang zwischen Technikgestaltung und dem, was in einer Mehrheitsgesellschaft im weitesten Sinne als „normal“ verstanden wird. Ausgangspunkt dieses Beitrags ist die Hypothese eines engen Zusammenhanges zwischen Technik, Design und In/Exklusion, sowie die Annahme, dass Technikgestaltung die Grenzbereiche zwischen Mehrheitsgesellschaft und Marginalpositionen markiert, so dass sie gleichermaßen in den Herstellungs- und Deutungsprozess sozialer Normvorstellungen involviert ist [1]. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie gesellschaftliche und technologische Entwicklungen die Sicht auf Diversität verändern (können). Dabei wird auch deutlich, dass rein technikorientierte Fragestellungen, etwa im Kontext von Behinderung mitunter gravierendermaßen Teil des „Problems“ sind. Inwiefern unterschiedliche Bezugspunkte von Design und Inklusion für künftige Diskurse innerhalb und außerhalb des Designs besser zugänglich gemacht werden können, wird anhand von vier einander komplementären Positionen aufgezeigt.deDesignforschungInklusionTechnikTeilhabeGestaltung und Verantwortung – Positionsbestimmung einer sozialverantwortlichen TechnikentwicklungText/Workshop Paper10.18420/muc2019-ws-650