Dorloff, Frank-DieterJahns, VeitSchmitz, VolkerWimmer, Maria A.Brinkhoff, UweKaiser, SiegfriedLück-Schneider, DagmarSchweighofer, ErichWiebe, Andreas2019-01-172019-01-172010978-3-88579-256-7https://dl.gi.de/handle/20.500.12116/19814Im Frühjahr 2009 startete in Deutschland der Pilotbetrieb der einheitlichen Behördenrufnummer 115. Über diese Telefonnummer sollen zukünftig Bürger und Unternehmen Informationen über alle öffentlichen Dienstleistungen erhalten können, die in Deutschland angeboten werden. Dies setzt jedoch voraus, dass die beteiligten Service-Center die in den verschiedenen Ämtern vorgehaltenen vielfältigen Dienstleistungsbeschreibungen verstehen, formal beschreiben und per Computer auf diese zugreifen können. Wegen der Vielfalt, Komplexität und der fehlenden Abstimmung bei der Beschreibung und Bereitstellung dieser Dienstleistungen ist deren Harmonisierung und Abruf ein anspruchsvolles semantisches aber auch ein organisatorisches, technisches und systemisch-interdisziplinäres Problem. Dieser Beitrag analysiert insbesondere das semantische und systemische Problemfeld und erörtert prinzipielle wie auch praktische Gestaltungsmöglichkeiten bis hin zur SW-Entwicklung. Dabei wird u. a. auf die Erfahrungen und Erkenntnisse bei der Entwicklung des Vorläufers der bestehenden 115 Lösung, dem Prototyp Amt@Direkt, zurückgegriffen. Dieser wurde an der Universität Duisburg-Essen konzipiert, im Jahre 2008 auf der CeBIT vorgestellt, gemeinsam mit fünf größeren kommunalen Service-Centern weiter entwickelt und erfolgreich in der Praxis erprobt. Das dabei entwickelte ontologiebasierte Konzept und die bei der Umsetzung gewonnenen Erkenntnisse weisen auf über das Projekt D115 hinaus weitergehende Einsatzund Ausbaumöglichkeiten, die exemplarisch vorgestellt werden.deOrganisationsübergreifender Austausch öffentlicher Dienstleistungsinformationen: Konzept, Architektur und Erkenntnisse aus dem Piloten Amt@DirektText/Conference Paper1617-5468